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Im Mittelalter war die Brautkleidfarbe rot. Erst in späterer Zeit wechselte sie in das symboliche »Unschuldsweiss«.
Im mittelalterlichen Roman »Meier Helmbrecht« wird eine Hochzeitszeremonie beschrieben, bei der die Brautleute in einen Kreis treten. Dann wird zuerst der Bräutigam und dann die Braut dreimal gefragt, ob sie die Ehe schließen wollen. Dreimal deshalb, damit sie ihre Antwort gegebenenfalls noch berichtigen können. Wenn die Brautlete zugestimmt haben, tritt der Bräutigam der Braut einmal symbolisch auf den Fuß – um zu zeigen, das er das sagen hat und hiermit von der Braut Besitz ergreift.
In anderen Zeremonien wurde der Braut der oder die Hausschlüssel überreicht, zum Zeichen, dass Sie nun die Hausherrin ist und für alls zuständig, was mit dem Haushalt zusammenhängt.
Auch der Brauch, die Braut zu entführen, soll schon aus dem Mittelalter stammen. Der Bräutigam muss sie, nach heutigem Brauch, finden und auslösen. Ob er es zur damaligen Zeit schon so einfach hatte? - Aber auch heute sollte ein eingeweihtes Mitglied der Hochzeitsgesellschaft in seiner Nähe bleiben, damit die Braut nicht womöglich ewig auf ihre Erlösung wartet ...
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Tipp:
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Möchten Sie einen eigenen Brauch begründen? Gibt es irgend ein Element, das Ihnen besonders viel bedeutet?
Man kann es sicher in die Zeremonie oder Feier einbinden.
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